11. Dezember 2008

Schön!

Das Buch „Der kleine Herr Paul stellt sich vor“ wurde von der Stiftung Buchkunst, in der Rubrik Kinder- und Jugendbücher, zum schönsten Buch des Jahres 2008 gewählt.

Was für eine Ehre für den kleinen Herrn.

18. Juni 2008

Der kleine Herr Paul für die Tasche

Umschlagillustrationen für die Bloomsbury Taschenbuchausgaben der bisherigen drei Bücher vom kleinen Herr Paul.
Am 6. September 2008 erscheinen „Der kleine Herr Paul mag Bücher“ und „Der kleine Herr Paul im Schnee“.
Im Sommer 2009 erscheint dann noch „Der kleine Herr Paul macht Ferien“.



Der kleine Herr Paul stellt sich vor

Erste Fotos vom neuen Paul-Buch, welches offiziel am 6. September 2008 bei Bloomsbury erscheinen wird.
Eine ganz wunderbare Produktion mit Schutzumschlag und gewidmet einem ganz besonderen kleinen Herrn.









Gecko

Illustrationen für die Geschichte „Der kleine Herr Paul geht zum Friseur“, erschienen im Gecko Nr. 5.





9. Oktober 2007

Paulzilla

Für die Veröffentlichung der Geschichte „Das Änderungsatelier“ (in gekürzter Fassung) in der Rheinischen Post, wurde die dazugehörige Illustration extra eingefärbt.

13. Juli 2007

Das Glück des kleinen Herrn Paul

Der kleine Herr Paul sucht das Glück nicht,
er lässt sich überraschen.

12. Juli 2007

Der kleine Herr Paul und das verhüllte Mädchen

Der kleine Herr Paul geht in die Mittagspause. Draußen ist es heiß wie im Rachen eines Drachen. Noch eine Stunde in der Sonne und sein Kopf ist gut durch gebacken. Er nimmt den Hut ab. Wozu die Eitelkeit, wenn man davon einen Hitzschlag bekommt? Jetzt noch die Hose hochkrempeln und Paul sieht aus wie einer, der am Strand Muscheln sucht. Vielleicht noch die Schuhe ausziehen? Der Mensch ist ein Barfußtier, also aus die Dinger, Socken in die Schuhe, Schnürsenkel zusammenbinden und die Schuhe über die Schulter werfen. Aiaiai! Der schwarze Asphalt ist ein Freund der Sonne. Der kleine Herr Paul geht in den Schatten. Der Schatten ist ein Freund des kleinen Herrn Paul. Paul öffnet sein Hemd, schwitzt aber weiter. Da sieht er auf der anderen Straßenseite jemanden, der von oben bis unten verhüllt ist! Der Kopf, die Schultern, die Arme, sogar die Hände stecken in Handschuhen. Der Po, die Beine, die Knie, die Füße. Alles verdeckt unter einem großen schwarzen Tuch. Ein dunkler Geist schwebt über den Asphalt. Zwischendurch sind kleine zarte Füße zu sehen, natürlich in Schuhen. Paul beschließt, dass unter dem Stoff ein Mädchen wohnt. Sein Herz schlägt schneller. Das Leben ist grausam, denkt er, vielleicht ist ihr Haus abgebrannt und sie schämt sich wegen der Narben. Oder aber, und das ist ihm lieber, das Mädchen ist in einer seltenen Farbe geboren. Nicht gelb oder braun, sondern - blau. Ein menschlicher Himmel. Blaue Haut, grünes Haar, lila Augen. Der schwarze Stoff ist ein Schutz, denn ihre Buntheit würde die Leute verwirren. Alle dächten sie wären farbenblind und liefen zur falschen Zeit über die Ampel. Der kleine Herr Paul hat nichts gegen Farbige. Er würde sich nicht erschrecken vor einem Mädchen, das ein Blumenstrauß werden sollte. Er würde sich daran gewöhnen, es gern haben, vielleicht sogar noch mehr. Die verhüllte Blume verschwindet lautlos in ein Cafe. Paul folgt ihr und setzt sich auf einen Hocker am Fenster. Wenn sie kommt, wird er sie ansprechen und fragen und ... die Tür zur Küche öffnet sich. Das Mädchen steht an einem Waschbecken. Sie trägt jetzt gelbe Handschuhe. Der heiße Wasserdampf aus den Geschirrspülmaschinen vernebelt alles. Sie wird ersticken! Da hat der kleinen Herr Paul einen Verdacht. Die Spülerin, also der Mensch unter dem Tuch, ist vielleicht doch ein Mann, und dieser Kerl, der sühnt ein Verbrechen. Wahrscheinlich ist er tagelang nackt über den Rathausplatz gelaufen und hat kleine Kinder erschreckt. Das Tuch ist seine Strafe. Der kleine Herr Paul steht auf und geht in die Küche. Das muss er wissen. Die Tür öffnet sich automatisch. Er stellt sich an die Seite und sieht den vermummten Teufel putzen. Recht so, schwitz du nur unter deinem Anzug der Schande. Büße für deine Vergehen. Alle sollen dich sehen, und sich schon von weitem fürchten, du elender ...
- Jeschem?
Ein Stimme ruft aus dem Hintergrund, wie lange machst du heute?
- Bis vier!
Der Mörder unter dem Tuch ist doch ein Mädchen und ihre Stimme klingt normal.
- Gehen wir nachher aus?
Ein junger hübscher Bursche mit befleckter Schürze und Armen wie ein gesunder Metzger kommt hinter einem Kühlschrank vor und grinst.
- Was ist? Du und ich allein im Mondenschein?
Jeschem lacht, antwortet aber nicht. Ihre Handschuhe tauchen ins Wasser. Als sie die Teller wegräumt, geht sie an dem kleinen Herrn Paul vorbei. Der Stoff berührt ihn. Der Boden unter seinen Füßen ist kalt, er hat noch immer keine Schuhe an. Jeschem kommt zurück und arbeitet weiter. Im Hintergrund macht der Kollege Faxen. Der dunkle Geist kichert. Dann dreht er sich um und schaut auf Paul. Der kriegt kein Wort heraus.
- Hey, sagt der Geist und seine Stimme klingt süß wie Kuchen, die Toiletten sind eine Tür weiter.
Der kleine Herr Paul geht aus der Küche, zieht Socken und Schuhe an, setzt seinen Hut auf und verlässt das Cafe. Draußen ist es heiß wie unter einem schwarzen Tuch. Er weiß gar nicht womit er das verdient hat.